Routenporträt
Wenn die Inseln am Horizont auftauchen
Am frühen Morgen, wenn das Schiff zwischen Stromboli und der sizilianischen Küste hindurchgleitet, riecht die Luft nach Salz, warmem Stein und einer Spur Schwefel — der Vulkan raucht beständig, auch im Schlaf. Es sind diese Übergänge, die das zentrale Mittelmeer ausmachen: von der Ritterstadt Valletta zur Barockfassade von Syrakus, vom Pecorino auf Sardinien zum Cannolo in Palermo. Eine Inselregion mit so dichter Geschichte, dass eine Woche kaum reicht, um sie nicht abzuarbeiten, sondern zu spüren.
Sizilien, Malta, Sardinien und die Aeolischen Inseln liegen geografisch eng beieinander — und kulturell trotzdem auf eigenen Inseln. Maltesisch ist die einzige semitische Sprache mit lateinischer Schrift in der EU. Sizilien wechselte über die Jahrhunderte Griechen, Römer, Araber, Normannen, Staufer als Herrscher — und jede Schicht ist im Stadtbild noch zu lesen. Sardinien hat seine eigenen Nuraghen, seinen eigenen Käse, seinen eigenen Dialekt. Wer mit der Kreuzfahrt anreist, sieht in einer Woche drei oder vier dieser Welten und versteht erst dann, warum das „Mittelmeer" eigentlich ein Plural ist.
An Bord der Schiffe, die wir empfehlen, geschieht das in deutscher oder zweisprachiger Atmosphäre. Auf der EUROPA und EUROPA 2 ist Deutsch durchgängige Bordsprache. Bei Silversea wird Deutsch in vielen Ankündigungen mitbedacht, Hauptsprache bleibt Englisch. Explora Journeys spricht ihre Gäste auf Englisch an, hat Deutsch aber von Anfang an als zweite Sprache mitgedacht — Bordwährung Euro, deutschsprachiges Servicepersonal in vielen Bereichen. Wer noch tiefer in die Reedereiwahl rund ums Mittelmeer einsteigen möchte, findet im Magazin-Artikel AIDA-Schiffe im Vergleich einen ergänzenden Blick auf das Volumen-Segment.