Routenporträt
Vier Inseln, ein Lichtton, der bleibt
Wenn die Silver Nova morgens vor Santorini ankert und die ersten Sonnenstrahlen schräg über die Caldera-Wand fallen, verstummen die Gespräche auf der Pool Deck — auch nach dem fünften Mal. Es ist nicht der Postkarten-Blick, der das auslöst. Es ist die Stille zwischen dem Klingen der Kaffeetassen und dem leisen Surren der Tender.
Eine Kreuzfahrt durch die Ägäis ist keine Listen-Reise. Sie ist eine Folge sehr verschiedener Stimmungen, die sich nur deshalb zu einer einzigen Erinnerung verbinden, weil das Schiff sie verbindet. Mykonos riecht morgens nach Salzwasser, frischem Brot und Bougainvillea — und mittags nach Sonnenöl. Rhodos liegt schwer und steinern in der Mittagshitze, mit Mauern, die Kreuzritter, Osmanen und Italiener gesehen haben. Kreta öffnet sich landwärts, hügelig, weit, völlig anders im Tempo. Und dann ist da Nafplion, der unauffällige Liebling vieler Stammkunden, mit venezianischen Fassaden und einem Hafen, in den man nicht „landet", sondern eher gleitet.
Wir empfehlen die Ägäis vor allem in der Schulter- und Vorsaison: Mai, Juni, September, Oktober. Im Juli und August wird es heiß, und der Meltemi-Wind kann Tenderanläufe auf kleinen Inseln (Mykonos, Santorini, Milos) durcheinanderbringen. Drei Reedereien begleiten wir hier mit Routings ab Athen/Piraeus: Silversea als ultra-luxuriösen Sie-Anker mit englisch-italienischer Bordsprache, Explora Journeys als designorientierte Du-Alternative mit deutscher Bordsprache an Bord, und Mein Schiff für Du-affine Premium-Komfort-Reisende, die mit deutscher Bordsprache und Wohlfühl-Konzept lieber unterwegs sind. Wer noch tiefer in die Frage einsteigen möchte, welche deutsche Premium-Linie zu welchem Reisetyp passt, findet im Magazin-Artikel AIDA-Schiffe im Vergleich und Mein Schiff vs. AIDA die ausführliche Einordnung. Unentschlossene können auch unseren Kreuzfahrt-Finder nutzen.