Svalbard – wo Gletscher auf die Arktis treffen.
78 Grad Nord: Eisbären auf Packeis, kalbende Gletscher und Mitternachtssonne.
Was Spitzbergen so einzigartig macht
Spitzbergen – offiziell Svalbard – ist ein norwegisches Archipel auf 78 Grad nördlicher Breite, auf halbem Weg zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol. Rund 60 Prozent der Landfläche sind von Gletschern bedeckt, der Rest ist arktische Tundra, durchzogen von Fjorden, die so tief ins Land schneiden, dass Expeditionsschiffe bis an die Gletscherkanten navigieren können.
Longyearbyen, die nördlichste Stadt der Welt mit rund 2.400 Einwohnern, ist das Tor zu diesem Archipel. Von hier starten die Expeditionsschiffe zu Umrundungen, Westküsten-Erkundungen und kombinierten Routen bis nach Island oder Jan Mayen. Die Infrastruktur ist hervorragend – das Erlebnis dennoch von wilder, unberührter Natur geprägt.
Auf Spitzbergen leben mehr Eisbären als Menschen. Rund 3.000 Tiere durchstreifen das Archipel, dazu Walross-Kolonien, Polarfüchse, Svalbard-Rentiere und Millionen von Seevögeln. Wer einmal den Blick eines Eisbären aus dem Zodiac erwidert hat, versteht, warum Spitzbergen als Kronjuwel der arktischen Expeditionen gilt.
Spitzbergen in Zahlen
- 78° Nord – zwischen Norwegen und Nordpol
- 60 % der Fläche von Gletschern bedeckt
- ~3.000 Eisbären – mehr als Einwohner
- Mitternachtssonne von April bis August
- Norwegische Souveränität seit 1920
Die Highlights einer Spitzbergen-Expedition
Spitzbergen bietet eine Dichte an arktischen Erlebnissen, die weltweit ihresgleichen sucht.
Eisbären in freier Wildbahn
Spitzbergen ist einer der besten Orte weltweit, um Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Rund 3.000 Tiere durchstreifen das Archipel – auf Packeis jagend, an Küsten ruhend, manchmal nur wenige Meter vom Schiff entfernt.
Walross-Kolonien & Seevögel
An den Stränden von Poolepynten und Phippsöya rasten Hunderte Walrosse. Die Vogelklippen von Alkefjellet – 100 Meter hohe Basaltsäulen – beherbergen über 60.000 Dickschnabellummen. Ein Naturschauspiel der Superlative.
Polarfuchs & Svalbard-Rentier
Die endemischen Svalbard-Rentiere sind kleiner und gedrungener als ihre Verwandten auf dem Festland. Polarfüchse in ihrem Sommerfell streifen durch die Tundra – oft erstaunlich wenig scheu gegenüber den Besuchern.
Kalbende Gletscher
Die Gletscherfronten Spitzbergens reichen direkt ins Meer. Vom Zodiac aus erleben Sie, wie haushohe Eisblöcke ins Wasser stürzen – ein Donnern, das durch Mark und Bein geht. Der 14. Juli-Gletscher und der Monacobreen gehören zu den eindrucksvollsten.
Mitternachtssonne
Von Mitte April bis Ende August geht die Sonne auf Spitzbergen nicht unter. Das permanente Licht taucht Gletscher, Fjorde und Eislandschaften in goldene Töne – und gibt Ihnen 24 Stunden täglich für Tierbeobachtungen und Fotografie.
Ny-Alesund – nördlichste Siedlung
Die ehemalige Bergbausiedlung auf 79° Nord ist heute eine internationale Forschungsstation. Hier steht der Ankermast von Amundsens und Nobiles Nordpol-Expeditionen – ein Ort, der arktische Geschichte atmet.
Die beste Reisezeit für Spitzbergen
Mai – Anfang Juni
Noch viel Packeis – ideal für Eisbären-Sichtungen an den Eisgränzen. Schneelandschaften und dramatisches Licht. Weniger Schiffe, maximale Exklusivität. Temperaturen um -5 bis +3 °C. Perfekt für Fotografen, die arktische Wildnis in ihrer raüsten Form suchen.
Juni – Juli
Die beliebteste Zeit: Mitternachtssonne rund um die Uhr, Temperaturen bis 10 °C, blühende Tundra und Vogelklippen voller Leben. Beste Bedingungen für Zodiac-Anlandungen und Gletscherfahrten. Die höchste Artenvielfalt des Jahres – von Walrossen bis zu Papageitauchern.
August – September
Das Packeis hat sich zurückgezogen, Umrundungen sind am besten möglich. Ende August zeigen sich erste Nordlichter. September bringt dramatische Herbstfarben in der Tundra und weniger Schiffe. Eine besondere Zeit für erfahrene Arktis-Reisende.
Spitzbergen-Routen: Von der Westküste bis zur Umrundung
Je nach verfügbarer Zeit und Erfahrung gibt es verschiedene Routen – alle starten und enden in Longyearbyen.
Spitzbergen-Umrundung
Die Königsroute: Einmal rund um das gesamte Archipel, vorbei an den nördlichsten Punkten, durch Packeis und entlang der Ostküste. Die höchste Wahrscheinlichkeit für Eisbären-Sichtungen und die größte Routenvielfalt. Abhängig von Eisverhältnissen – typisch für Juli und August.
Westküste & Nordspitzbergen
Die klassische Einstiegsroute: Isfjord, Kongsfjord, Ny-Alesund und die Vogelklippen von Alkefjellet. Kompakt und intensiv – ideal, wenn Sie Spitzbergen zum ersten Mal besuchen oder weniger Seetage bevorzugen. Ganzjährig möglich von Juni bis August.
Bäreninsel bis Spitzbergen
Die Route für Entdecker: Start am norwegischen Festland, über die abgelegene Bäreninsel (Björnöya) mit ihren gewaltigen Vogelkolonien bis nach Spitzbergen. Mehr Seetage, dafür ein aussergewöhnlicher Zugang zu einem der abgeschiedensten Orte der Arktis.
Spitzbergen, Jan Mayen & Island
Die Expeditions-Odyssee: Von Longyearbyen über die vulkanische Insel Jan Mayen – eine der abgelegensten Inseln der Welt – bis nach Island. Drei arktische Welten in einer Reise. Nur wenige Abfahrten pro Jahr, frühzeitige Buchung dringend empfohlen.
Mit welchem Schiff nach Spitzbergen?
Kleine, wendige Expeditionsschiffe sind der Schlüssel zu Spitzbergens Fjorden und Buchten. Zwei Reedereien empfehlen wir besonders.
Hapag-Lloyd: HANSEATIC Flotte
HANSEATIC nature · inspiration · spirit
Die HANSEATIC-Schiffe von Hapag-Lloyd sind wie geschaffen für Spitzbergen: maximal 230 Gäste, höchste Eisklasse (PC6), ausfahrbare Balkone und ein deutschsprachiges Expeditionsteam aus Biologen, Geologen und Historikern. Die kompakte Größe erlaubt das Navigieren in enge Fjorde, die für größere Schiffe unerreichbar sind. Zodiac-Anlandungen mehrmals täglich, Vorträge auf Deutsch und Englisch.
Ponant
Le Commandant Charcot · Le Boreal · Le Lyrial
Die französische Reederei Ponant verbindet Expedition mit französischer Lebensart. Der Eisbrecher Le Commandant Charcot (PC2) erreicht Gebiete, die kein anderes Kreuzfahrtschiff befahren kann – inklusive des geografischen Nordpols. Die kleineren Schiffe Le Boreal und Le Lyrial bieten klassische Spitzbergen-Routen mit französischer Küche und elegantem Ambiente.
Praktische Informationen für Ihre Spitzbergen-Reise
Anreise nach Longyearbyen
Longyearbyen ist per Direktflug von Oslo erreichbar (ca. 3 Stunden). SAS und Norwegian fliegen täglich. Alternativ gibt es saisonale Verbindungen ab Tromsö. Wir empfehlen, einen Tag vor Abfahrt anzureisen – so passen Sie sich an die Zeitzone an und können Longyearbyen erkunden. Einige Reedereien bieten Charterflüge an.
Temperaturen & Kleidung
Im Sommer (Juni–August) liegen die Temperaturen zwischen 3 und 10 °C – deutlich milder als erwartet. Die Reedereien stellen Expeditionsparka und Gummistiefel zur Verfügung. Bringen Sie warme Schichten, wind- und wasserdichte Hosen, Handschuhe und Mütze mit. Eine detaillierte Packliste erhalten Sie von uns nach der Buchung.
Eisbären-Sicherheit
Auf Spitzbergen gilt außerhalb von Ortschaften Eisbärengefahr. Bei jeder Zodiac-Anlandung begleiten bewaffnete Guides die Gruppe. Eigenständige Wanderungen außerhalb der Siedlungen sind nicht gestattet. An Bord der Schiffe besteht keine Gefahr. Die Sicherheitsprotokolle der Reedereien sind streng und erprobt – Ihr einziger Beitrag ist, den Anweisungen des Expeditionsteams zu folgen.
Auf einen Blick
- Saison: Juni bis September
- Anreise: Flug Oslo–Longyearbyen (3 h)
- Temperaturen: 3–10 °C im Sommer
- Ab ca. 5.500 EUR p.P. (8 Tage)
- Kein Visum nötig (Schengen)
- Grundfitness genügt
Häufige Fragen zu Spitzbergen-Expeditionen
Wann ist die beste Reisezeit für Spitzbergen?
Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und August. Im Juni erleben Sie Mitternachtssonne und schmelzendes Packeis mit optimalen Eisbären-Sichtungen. Juli bietet die wärmsten Temperaturen (5–10 °C) und blühende Tundra. August bringt die besten Bedingungen für Umrundungen und Ende des Monats erste Nordlichter-Chancen.
Wie groß ist die Chance, Eisbären zu sehen?
Auf einer Spitzbergen-Umrundung liegt die Sichtungswahrscheinlichkeit bei über 95 Prozent. Die rund 3.000 Eisbären jagen an den Packeisgränzen im Norden und Osten. Je weiter nördlich die Route führt, desto höher die Chancen. Die erfahrenen Expeditionsleiter wissen genau, wo sich die Tiere aufhalten.
Was kostet eine Spitzbergen-Expedition?
Spitzbergen-Expeditionen beginnen ab ca. 5.500 EUR pro Person für eine 8-tägige Westroute. Umrundungen (10–14 Tage) liegen bei 8.000–18.000 EUR je nach Reederei und Kabinenkategorie. Die Preise enthalten Zodiac-Ausflüge, Vorträge, Vollpension und Expeditionsausrüstung. Flüge nach Longyearbyen kommen hinzu.
Spitzbergen-Expedition anfragen →Wie komme ich nach Longyearbyen?
Longyearbyen ist per Direktflug von Oslo erreichbar (ca. 3 Stunden). SAS und Norwegian fliegen täglich. Wir empfehlen eine Vorübenachtung in Longyearbyen, um die nördlichste Stadt der Welt zu erkunden. Gerne organisieren wir Ihre komplette Anreise inklusive Hotel.
Brauche ich besondere Ausrüstung?
Die meisten Reedereien stellen Expeditionsparka und Gummistiefel zur Verfügung. Bringen Sie warme Funktionsunterwäsche, Fleece-Schichten, wind- und wasserdichte Hosen, gute Handschuhe und Mütze mit. Fernglas und Kamera mit Teleobjektiv sind sehr empfehlenswert. Nach der Buchung erhalten Sie von uns eine detaillierte Packliste.
Ist eine Spitzbergen-Expedition gefährlich?
Spitzbergen-Expeditionen sind sehr sicher. Die Reedereien operieren nach höchsten Sicherheitsstandards mit eisverstärkten Schiffen und erfahrenen Kapitänen. An Land begleiten bewaffnete Guides jede Gruppe als Schutz vor Eisbären. Grundfitness genügt – Sie sollten sicher ein Zodiac besteigen und kurze Wanderungen auf unebenem Gelände meistern können.
Ihre Spitzbergen-Expedition beginnt hier
Wir kennen die Schiffe, die Routen und die feinen Unterschiede zwischen den Anbietern. Unsere Travel Designer beraten Sie persönlich – von der Routenwahl über die richtige Kabine bis zur optimalen Reisezeit. Kostenlos und unverbindlich.
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