Expeditionskreuzfahrten

Häufige Fragen zu Expeditionskreuzfahrten


25 Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Expeditionskreuzfahrten – von Kosten und Buchung über Reiseziele bis hin zu Reedereien und Vorbereitung. Zusammengestellt von den Auszeit Travel Designers.


Grundlagen: Was Sie über Expeditionen wissen sollten


Was ist eine Expeditionskreuzfahrt?

Eine Expeditionskreuzfahrt verbindet die Annehmlichkeiten eines Kreuzfahrtschiffs mit echtem Entdeckergeist. Auf kleinen Schiffen mit maximal 200 Gästen fahren Sie in Regionen, die nur per Schiff erreichbar sind: Antarktis, Arktis, Galapagos oder die Fjorde Grönlands.

An Bord begleitet Sie ein wissenschaftliches Expeditionsteam mit Biologen, Geologen und Historikern. Die Route kann sich täglich ändern – wenn eine Walgruppe gesichtet wird, ändert der Kapitän den Kurs. Statt starrer Zeitpläne regieren Natur und Entdeckergeist.

Was unterscheidet eine Expedition von einer klassischen Kreuzfahrt?

Statt 3.000+ Gäste reisen maximal 200 an Bord. Statt Poolpartys gibt es Zodiac-Anlandungen auf unbewohnten Inseln. Statt Entertainment-Shows hören Sie Vorträge von Meeresbiologen. Die Route kann sich täglichen Bedingungen anpassen – wo Wale gesichtet werden, wird umgeleitet.

An Bord herrscht eine Atmosphäre zwischen Abenteuer und gehobenem Komfort. Es gibt keinen Dresscode, dafür Gummistiefel und Fernglas. Wenn Sie Ruhe, Natur und echte Erlebnisse suchen, ist eine Expedition die richtige Wahl.

Für wen sind Expeditionen geeignet?

Expeditionen sind ideal für Naturliebhaber, Fotografen und neugierige Reisende, die abseits der üblichen Routen unterwegs sein möchten. Paare und Alleinreisende fühlen sich gleichermassen wohl. Für kleine Kinder unter 8 Jahren sind die meisten Expeditionen weniger geeignet.

Grundfitness reicht aus – Sie müssen kein Extremsportler sein. Wenn Sie Freude an der Natur, an Stille und an echten Begegnungen haben, ist eine Expedition genau richtig für Sie.

Wie viele Gäste sind an Bord?

Expeditionsschiffe sind bewusst klein gehalten: zwischen 100 und 200 Gäste. Die HANSEATIC-Klasse von Hapag-Lloyd fasst maximal 230 Gäste, Ponant-Schiffe rund 200. Diese Größe garantiert persönlichen Service, kurze Wartezeiten bei Zodiac-Ausflügen und ein Gespräch auf Augenhöhe mit dem Expeditionsteam.

Was sind Zodiac-Anlandungen?

Zodiacs sind robuste Schlauchboote, mit denen Sie direkt vom Schiff an Land gebracht werden – auch dort, wo es keine Hafen-Infrastruktur gibt. Sie steigen über eine Gangway ins Zodiac und fahren an Strände, Eisschollen oder felsige Küsten.

Die Anlandungen werden vom Expeditionsteam begleitet und sind auch für Anfänger gut machbar. In der Regel finden pro Tag 1-2 Anlandungen statt, jede dauert etwa 2-3 Stunden.

Was ist ein Expeditionsteam?

Das Expeditionsteam besteht aus 10-20 Wissenschaftlern, Naturforschern, Historikern und erfahrenen Guides. Sie halten Vorträge an Bord, begleiten jede Zodiac-Anlandung, erklären Flora und Fauna und sorgen für die Sicherheit.

Bei Hapag-Lloyd sind die Teams deutschsprachig, bei Ponant überwiegend französisch und englisch. Das Team ist einer der größten Unterschiede zur klassischen Kreuzfahrt – und für viele Gäste das Highlight der Reise.


Kosten & Buchung


Was kostet eine Expeditionskreuzfahrt?

Die Preisspanne ist groß: Antarktis-Expeditionen beginnen ab ca. 8.000 EUR pro Person für 10-12 Tage. Premium-Expeditionen mit Hapag-Lloyd oder Ponant liegen bei 12.000 bis 25.000 EUR. Arktis und Spitzbergen sind ähnlich angesiedelt.

Die Preise variieren nach Saison, Kabinenkategorie und Route. Da die meisten Expeditionen All-Inclusive sind, umfassen sie Zodiac-Ausflüge, Vorträge, Vollpension und oft auch Getränke.

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Was ist im Preis einer Expeditionskreuzfahrt enthalten?

Bei den meisten Reedereien ist der Preis nahezu All-Inclusive: Kabine, Vollpension, Zodiac-Ausflüge, Vorträge, Leih-Gummistiefel und Expeditionsjacke. Bei Hapag-Lloyd und Ponant sind auch Getränke (inkl. Wein und Bier) inbegriffen.

Nicht enthalten sind in der Regel: Anreise-Flüge, Reiseversicherung, Trinkgelder und optionale Zusatzaktivitäten wie Seekajak oder Schneeschuhwanderungen. Unsere Travel Designer erstellen Ihnen gerne eine transparente Gesamtkalkulation.

Wann sollte ich eine Expeditionskreuzfahrt buchen?

So früh wie möglich. Beliebte Abfahrten – besonders Antarktis im November/Dezember und Spitzbergen im Juni – sind 12-18 Monate im Voraus ausgebucht. Wir empfehlen, mindestens ein Jahr vor der gewünschten Reisezeit zu buchen.

Frühbucher profitieren außerdem von besseren Kabinenkategorien und gelegentlich von Preisvorteilen. Vereinbaren Sie am besten frühzeitig einen Design-Call, damit wir Ihnen die besten verfügbaren Optionen sichern können.

Gibt es Einzelkabinen-Zuschläge auf Expeditionsschiffen?

Ja, die meisten Reedereien erheben einen Einzelkabinen-Zuschlag zwischen 50% und 100% auf den Kabinenpreis. Einige Reedereien wie Ponant bieten jedoch spezielle Einzelkabinen oder reduzierte Zuschläge an. Hapag-Lloyd hat auf der HANSEATIC-Klasse ebenfalls Einzelkabinen.

Sprechen Sie uns an – wir finden die beste Lösung für Alleinreisende und kennen die aktuellen Angebote aller Reedereien.

Gibt es Frühbucher-Vorteile bei Expeditionskreuzfahrten?

Ja. Viele Reedereien bieten 10-20% Frühbucher-Rabatt, wenn Sie mehr als 12 Monate vor Abfahrt buchen. Noch wichtiger: Frühbucher haben die freie Wahl bei Kabinenkategorie und Lage.

Bei beliebten Routen wie der Antarktis ist frühes Buchen weniger eine Frage des Rabatts als der Verfügbarkeit. Wir beobachten den Markt kontinuierlich und informieren Sie, wenn besondere Konditionen verfügbar sind.


Reiseziele & Routen


Welche Reiseziele gibt es für Expeditionskreuzfahrten?

Die klassischen Expeditionsziele sind Antarktis, Arktis (Spitzbergen, Grönland, Island), Galapagos, Patagonien, Amazonas, Nordwestpassage und die Küsten Norwegens.

Weniger bekannt, aber ebenso faszinierend: die Kimberley-Küste Australiens, Papua-Neuguinea, die Aleuten und die russische Arktis. Unsere Travel Designer kennen jedes Revier persönlich und beraten Sie bei der Auswahl.

Wann ist die beste Reisezeit für Expeditionskreuzfahrten?

Antarktis: November bis März (Südsommer). Arktis und Spitzbergen: Juni bis September (Mitternachtssonne). Grönland: Juli bis September. Galapagos: ganzjährig möglich, beste Bedingungen Januar bis Juni. Island: Juni bis August.

Die optimale Reisezeit hängt stark vom Ziel und Ihren Interessen ab – ob Sie Pinguinküken, Nordlichter oder Eisbären sehen möchten, macht einen Unterschied. Wir beraten Sie gerne im Detail.

Wie lange dauert eine Expeditionskreuzfahrt?

Typische Expeditionen dauern zwischen 10 und 21 Tagen. Spitzbergen-Umrundungen nehmen 10-14 Tage in Anspruch, Antarktis-Reisen ab Ushuaia 10-12 Tage (plus An- und Abreise).

Große Routen wie die Nordwestpassage oder die Umrundung Grönlands können 3-4 Wochen dauern. Inklusive Flügen sollten Sie insgesamt 2-5 Tage zusätzlich einplanen.

Was ist die Drake Passage?

Die Drake Passage ist die rund 800 Kilometer breite Meerenge zwischen Südamerika (Kap Hoorn) und der Antarktischen Halbinsel. Sie gilt als eine der raüsten Seepassagen der Welt. Die Überfahrt dauert etwa 2 Tage.

Moderne Expeditionsschiffe mit Stabilisatoren meistern die Passage gut, und an Bord gibt es Medikamente gegen Seekrankheit – oft kostenfrei beim Bordarzt erhältlich. Manche Reisende erleben die Drake Passage als ruhige See – andere als Abenteuer. In jedem Fall gehört sie zum unvergesslichen Erlebnis einer Antarktis-Expedition.

Kann man den Nordpol per Schiff erreichen?

Den geographischen Nordpol (90 Grad Nord) können nur Atomeisbrecher erreichen – diese Reisen starten ab Murmansk und kosten ab ca. 30.000 EUR. Deutlich zugänglicher sind Expeditionen in die Hohe Arktis: Spitzbergen (bis 80 Grad Nord), Grönland und die Nordwestpassage.

Mit dem Ponant-Eisbrecher Le Commandant Charcot sind sogar Fahrten jenseits von 85 Grad Nord möglich – näher kommt man dem Nordpol auf keinem Luxusschiff.


An Bord & Vorbereitung


Was muss ich für eine Expeditionskreuzfahrt einpacken?

Wichtig: warme, wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip. Thermounterwäsche, Fleecejacke, wind- und wasserdichte Aussenschicht. Die meisten Reedereien stellen Expeditionsjacke und Gummistiefel leihweise zur Verfügung.

Außerdem: Fernglas (das wichtigste Zubehör!), Sonnenschutz (Reflexion auf Eis ist intensiv), Seekrankheitsmittel und eine gute Kamera. Abendkleidung ist nicht nötig – die Atmosphäre an Bord ist legerer als auf klassischen Kreuzfahrten.

Welche Fitness brauche ich für eine Expedition?

Grundfitness genügt für die meisten Expeditionen. Sie sollten sicher in ein Zodiac ein- und aussteigen können und kurze Wanderungen (30-60 Minuten) auf unebenem Gelände meistern.

Für anspruchsvollere Aktivitäten wie Seekajak, Schneeschuhwandern oder Antarktis-Camping ist bessere Fitness hilfreich. Die Reedereien informieren vorab über die Anforderungen jeder Route. Unsere Travel Designer beraten Sie ehrlich, welche Expedition zu Ihrem Fitnesslevel passt.

Wird mir auf hoher See schlecht?

Seekrankheit ist möglich, besonders auf der Drake Passage oder bei raür See in der Arktis. Moderne Expeditionsschiffe haben Stabilisatoren, die das Schaukeln deutlich reduzieren.

An Bord gibt es Medikamente und Pflaster gegen Seekrankheit – oft kostenfrei beim Bordarzt erhältlich. Unser Tipp: Beginnen Sie mit der Einnahme bereits vor der ersten raün Passage. Die meisten Gäste gewöhnen sich innerhalb von 1-2 Tagen an den Seegang.

Gibt es Internet und Mobilfunk auf Expeditionsschiffen?

Internet ist per Satellit verfügbar, allerdings deutlich langsamer als gewohnt. E-Mails und Messaging funktionieren, Videostreaming in der Regel nicht. Mobilfunkempfang gibt es in den polaren Regionen nicht.

Viele Gäste empfinden genau das als Geschenk: echte Auszeit vom digitalen Alltag. Bei Hapag-Lloyd ist WLAN inklusive, bei Ponant ebenfalls – beides über Satellit.

Wie ist die Verpflegung auf Expeditionsschiffen?

Die Küche auf Expeditionsschiffen hat gehobenes Niveau: mehrgängige Menüs, regionale Spezialitäten und oft offene Restaurants ohne feste Tischzeiten. Bei Hapag-Lloyd kochen ausgezeichnete Küchen auf 5-Sterne-Niveau, Ponant setzt auf französische Gastronomie mit Alain-Ducasse-Konzept.

Getränke (Wein, Bier, Softdrinks) sind bei beiden Reedereien im Preis enthalten. Spezielle Ernährungswünsche werden nach Voranmeldung berücksichtigt.


Reedereien & Schiffe


Welche Reedereien empfiehlt Auszeit für Expeditionen?

Wir arbeiten vor allem mit Hapag-Lloyd Expeditions (HANSEATIC nature, inspiration, spirit) und Ponant (Le Commandant Charcot, Le Boreal u.a.). Hapag-Lloyd bietet deutschsprachige Expeditionsteams, die höchste Eisklasse und Berlitz-5-Sterne-Plus-Bewertung.

Ponant verbindet französischen Luxus mit dem einzigen Hybrid-Eisbrecher der Welt. Die Wahl hängt von Ihren Präferenzen ab – wir beraten Sie unabhängig und ohne Provisionsziele.

Was ist eine Eisklasse bei Schiffen?

Die Eisklasse gibt an, wie widerstandsfähig ein Schiff gegenüber Eis ist. Die Skala reicht von Ice Class 1A (leichtes Eis) bis zur höchsten Polarklasse PC1 (ganzjähriger Einsatz in allen polaren Gewässern).

Die HANSEATIC-Klasse von Hapag-Lloyd hat Eisklasse PC6, der Ponant-Eisbrecher Le Commandant Charcot PC2 – damit kann er selbst mehrjähriges Packeis durchbrechen. Je höher die Eisklasse, desto weiter können Sie in polare Regionen vordringen.

Wie groß sind Expeditionsschiffe?

Expeditionsschiffe sind bewusst kompakt: zwischen 100 und 140 Meter Länge, mit Platz für 100-250 Gäste. Zum Vergleich: ein großes Kreuzfahrtschiff ist über 360 Meter lang und fasst 5.000+ Gäste.

Die geringe Größe ermöglicht den Zugang zu schmalen Fjorden, kleinen Buchten und Gewässern, die für große Schiffe gesperrt sind. Gleichzeitig bieten moderne Expeditionsschiffe allen Komfort: Suiten mit Balkon, Spa, Fitnessraum und mehrere Restaurants.

Was ist der Unterschied zwischen Hapag-Lloyd und Ponant?

Hapag-Lloyd ist deutsch, Ponant französisch – und das spiegelt sich in allen Details wider. Hapag-Lloyd bietet deutschsprachige Expeditionsteams, eine eher norddeutsch-klare Atmosphäre und die höchste Berlitz-Bewertung. Ponant setzt auf französisches Savoir-vivre, Alain-Ducasse-Küche und den weltweit einzigen Luxus-Eisbrecher Le Commandant Charcot.

Beide sind erstklassig – die Wahl ist eine Frage des persönlichen Stils. Wir kennen beide Reedereien von eigenen Reisen und beraten Sie ehrlich, welche besser zu Ihnen passt.


Ihre Expedition beginnt mit einem Gespräch

Sie haben weitere Fragen? Unsere Travel Designer kennen die Schiffe, die Routen und die feinen Unterschiede. Erzählen Sie uns von Ihrer Traumexpedition – wir kuratieren den Rest.

✓ Gleicher Preis wie bei der Reederei · ✓ Persönliche Beratung inklusive · ✓ Zahlung direkt an die Reederei

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