Wo Eisbären über Packeis wandern.
Mitternachtssonne, Polarfüchse und Wale neben dem Zodiac. Die Arktis ist das letzte große Abenteuer.
Was die Arktis so einzigartig macht
Die Arktis ist kein Kontinent – sie ist ein gefrorener Ozean, umgeben von den nördlichsten Landmassen der Erde. Genau das macht sie so faszinierend: Hier treffen Packeis und offenes Wasser aufeinander, leben Eisbären auf schwimmenden Schollen und schneiden Gletscher türkise Fjorde in uraltes Gestein. Im Gegensatz zur Antarktis, die als menschenleerer Kontinent unter Eis begraben liegt, ist die Arktis seit Jahrtausenden Lebensraum – der Inuit in Grönland und Kanada, der Samen in Nordskandinavien.
Die Expeditionsgebiete erstrecken sich von Spitzbergen (Svalbard) über Grönland und Island bis zur kanadischen Arktis und Franz-Josef-Land. Jede Region hat ihren eigenen Charakter: Spitzbergen bietet die höchste Dichte an Eisbären, Grönland beeindruckt mit monumentalen Eisbergen, und die Nordwestpassage ist die legendärste Schiffsroute der Geschichte.
Unsere Travel Designer kennen die feinen Unterschiede zwischen den Regionen und beraten Sie persönlich – welche Route zu Ihren Wünschen passt, wann die beste Reisezeit ist und welches Schiff das richtige für Sie ist.
Arktis vs. Antarktis – die wichtigsten Unterschiede
- Arktis = gefrorener Ozean, Antarktis = vereister Kontinent
- Eisbären nur in der Arktis, Pinguine nur in der Antarktis
- Kürzere Anreise: Spitzbergen in 3 Flugstunden ab Deutschland
- Kulturelle Begegnungen: Inuit-Siedlungen, Wikinger-Ruinen
- Saison Juni–September (Mitternachtssonne statt Polarnacht)
Die Höhepunkte einer Arktis-Expedition
Von Eisbären auf Packeis bis zu Nordlichtern über der Tundra – die Arktis überrascht mit einer Vielfalt, die kaum jemand erwartet.
Eisbären
Der König der Arktis – am besten auf Spitzbergen zu beobachten. Von der sicheren Distanz des Zodiacs oder vom Schiff aus erleben Sie, wie Eisbären über Packeis streifen, jagen und ihre Jungen führen.
Mitternachtssonne
Von Mitte Mai bis Ende Juli geht die Sonne nördlich des Polarkreises nicht unter. Goldenes Licht rund um die Uhr, atemberaubend für Fotografen – und ein Erlebnis, das die Wahrnehmung von Zeit völlig verändert.
Nordlichter
Ab September tanzen die Aurora Borealis über den arktischen Himmel. Spätsommer-Expeditionen im August und September verbinden die letzten warmen Tage mit der Chance auf dieses magische Naturschauspiel.
Walbeobachtung
Buckelwale, Orcas, Belugas und mit Glück die scheün Narwale mit ihrem markanten Stosszahn. Die nährstoffreichen arktischen Gewässer ziehen im Sommer Wale in großer Zahl an – Sichtungen vom Zodiac sind unvergesslich.
Eisfjorde & Gletscher
Türkise Eisberge, kalbende Gletscher und Fjorde von kathedralenhafter Größe. Besonders Grönlands Ilulissat-Eisfjord (UNESCO-Welterbe) bietet ein Schauspiel, das sprachlos macht – Eisberge so groß wie Hochhäuser treiben langsam aufs offene Meer.
Indigene Kulturen
Anders als die unbewohnte Antarktis ist die Arktis seit Jahrtausenden Heimat. Besuche in Inuit-Siedlungen Grönlands, Begegnungen mit der Kultur der Samen in Nordnorwegen – authentisch, respektvoll und bereichernd.
Die beste Reisezeit für Arktis-Expeditionen
Die arktische Expeditionssaison erstreckt sich von Juni bis September. Jeder Monat hat seinen eigenen Charakter – die Wahl hängt davon ab, was Sie erleben möchten.
Juni – Frühsommer
Die Saison beginnt. Das Packeis bricht auf, Eisbären jagen auf den Schollen. Mitternachtssonne rund um die Uhr. Brutkolonien der Seevögel sind in voller Aktivität. Ideal für Spitzbergen-Umrundungen und die frühe Eisbären-Saison. Temperaturen um 0 bis 5 Grad.
Juli – Hochsommer
Der wärmste Monat in der Arktis. Das Eis zieht sich zurück, neue Routen werden befahrbar. Wildblumen in der Tundra, Walross-Kolonien an den Küsten. Beste Zeit für Spitzbergen und Island. Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad, lange Sonnentage.
August – Spätsommer
Die Eisgrenze liegt am weitesten nördlich – ideal für die Nordwestpassage und Franz-Josef-Land. Wale sind besonders aktiv, Grönlands Fjorde sind eisfrei. Erste Dämmerung kehrt zurück, die Chancen auf frühe Nordlichter steigen. Temperaturen um 2 bis 8 Grad.
September – Herbst
Die Tundra färbt sich rot und gold. Nordlichter werden regelmäßig gesichtet. Weniger Schiffe unterwegs, mehr Exklusivität. Ideal für Grönland und Nordnorwegen. Die Saison klingt aus – wer Stille und Farben sucht, wählt den September. Temperaturen um -2 bis 5 Grad.
Wir empfehlen, 12 bis 18 Monate im Voraus zu buchen – beliebte Arktis-Abfahrten sind schnell ausgebucht.
Fünf Expeditionsrouten, die Sie verändern
Von der Spitzbergen-Umrundung bis zum Nordpol – jede Route erzählt eine andere Geschichte.
Spitzbergen-Umrundung
10–14 Tage · Juni bis August · ab ca. 6.000 EUR
Die Königsroute der Arktis. Einmal rund um Svalbard – vorbei an kalbenden Gletschern, Walross-Kolonien und Eisbären auf Packeis. Bei günstigen Eisverhältnissen wird die Nordostecke mit dem 80. Breitengrad erreicht. Flug ab/bis Longyearbyen – nur 3 Stunden von Deutschland.
Nordwestpassage
18–24 Tage · August bis September · ab ca. 15.000 EUR
Die legendäre Route durch die kanadische Arktis, die Entdecker jahrhundertelang suchten. Von Grönland durch das Labyrinth der kanadischen Inseln bis nach Alaska. Eisbärengebiet, verlassene Entdecker-Camps und Inuit-Siedlungen am Rand der Welt. Eine der exklusivsten Expeditionen überhaupt.
Island – Grönland
12–16 Tage · Juli bis September · ab ca. 8.000 EUR
Von Islands Vulkanlandschaften über die Dänemarkstrasse zu Grönlands Westfüste. Ilulissat-Eisfjord, farbenfrohe Siedlungen und Buckelwale in der Diskobucht. Diese Route verbindet zwei Welten – geologische Urgewalt und arktische Stille.
Norwegische Fjorde & Nordkap
8–12 Tage · Juni bis August · ab ca. 6.000 EUR
Die sanfteste Einführung in die arktische Welt. Entlang der norwegischen Küste zu den Lofoten, zum Nordkap und bis nach Tromsö. Mitternachtssonne, Seeadler, Orcas und malerische Fischerdörfer. Ideal als erste Expeditionserfahrung oder in Kombination mit Spitzbergen.
Nordpol – Le Commandant Charcot
16 Tage · Juli bis August · ab ca. 30.000 EUR
Das ultimative Abenteuer: 90 Grad Nord. Nur Ponants Le Commandant Charcot – das weltweit erste Hybrid-Elektro-Polarexpeditionsschiff – erreicht den geographischen Nordpol als Passagierschiff. 135 Suiten, Alain-Ducasse-Restaurant und ein Moment auf dem Dach der Welt, den Sie nie vergessen.
Die richtigen Schiffe für Ihre Arktis-Expedition
Wir arbeiten mit den führenden Expeditions-Reedereien zusammen – beide bieten höchste Sicherheitsstandards, kleine Schiffe und erstklassige Expeditionsteams.
Hapag-Lloyd Expeditions
Deutschsprachige Arktis-Expertise
Die HANSEATIC-Flotte gehört zu den modernsten Expeditionsschiffen weltweit. Höchste Eisklasse (PC6), maximal 199 Gäste und ein deutschsprachiges Expeditionsteam mit Meeresbiologen, Geologen und Historikern. Alle drei Schiffe fahren regelmäßig Spitzbergen, Grönland und die Nordwestpassage.
Ponant
Französischer Luxus bis zum Nordpol
Le Commandant Charcot ist das einzige Passagierschiff, das den geographischen Nordpol erreicht. Hybrid-Elektro-Antrieb, 135 Suiten, Alain-Ducasse-Restaurant und Unterwasser-Lounge. Ponant verbindet französische Lebensart mit echtem Expeditionscharakter – von Spitzbergen bis 90 Grad Nord.
Praktische Hinweise für Ihre Arktis-Reise
Wetter & Temperaturen
Im arktischen Sommer (Juni–August) liegen die Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad Celsius. Wind und Feuchtigkeit können es deutlich kälter anfühlen lassen. Das Schiff ist beheizt und komfortabel – die Kälte spüren Sie nur bei Zodiac-Ausflügen und Anlandungen. Wetterwechsel sind Teil des Abenteuers.
Kleidung & Ausrüstung
Zwiebelprinzip ist Pflicht: Thermounterwäsche, Fleece-Mittelschicht, wind- und wasserdichte Aussenschicht. Die meisten Reedereien stellen Expeditionsparka und Gummistiefel zur Verfügung. Wir senden Ihnen vor der Reise eine detaillierte Packliste – abgestimmt auf Ihre konkrete Route und Jahreszeit.
Sicherheit & Eisbären
Ihre Sicherheit hat höchste Priorität. Bei jeder Anlandung in Eisbärengebiet begleiten bewaffnete Guides die Gruppe. An Bord finden Sicherheitsbriefings statt. Alle Expeditionsschiffe verfügen über höchste Sicherheitsstandards, Eisklassifizierung und erfahrene Kapitäne mit jahrzehntelanger Polar-Erfahrung.
Fitness & Gesundheit
Grundfitness genügt. Sie sollten sicher in ein Zodiac ein- und aussteigen können und kurze Wanderungen auf unebenem, teils rutschigem Gelände meistern. Es gibt keine Drake-Passage wie in der Antarktis – die Überfahrten in der Arktis sind ruhiger. Bei Seekrankheit beraten wir Sie gerne vorab.
Anreise
Die meisten Arktis-Expeditionen starten in Longyearbyen (Spitzbergen), Reykjavik (Island) oder Kangerlussuaq (Grönland). Longyearbyen ist in ca. 3 Flugstunden ab Oslo erreichbar. Wir organisieren auf Wunsch Flüge, Vornächte und Transfers – als Teil Ihres individüllen Reisedesigns.
Preise & Budget
Arktis-Expeditionen beginnen ab ca. 6.000 EUR pro Person für kürzere Spitzbergen-Routen. Premium-Expeditionen mit Hapag-Lloyd oder Ponant liegen bei 10.000 bis 20.000 EUR. Die Nordpol-Route ab ca. 30.000 EUR. Fast alle Expeditionen sind All-Inclusive: Zodiac-Ausflüge, Vorträge, Vollpension und oft Getränke inklusive.
Häufige Fragen zu Arktis-Expeditionen
Die wichtigsten Antworten – ehrlich, konkret und aus unserer Beratungspraxis seit 2010.
Was ist der Unterschied zwischen Arktis und Antarktis?
Die Arktis ist ein gefrorener Ozean, umgeben von Landmassen – die Antarktis ein Kontinent, umgeben von Ozean. In der Arktis leben Eisbären, Walrosse und Narwale, in der Antarktis Pinguine und Robben. Arktis-Expeditionen bieten kürzere Anreisen ab Europa, kulturelle Begegnungen mit indigenen Völkern und eine andere Art von Wildnis: weniger monumental, dafür vielfältiger und wärmer.
Antarktis-Expeditionen im Vergleich →Wann ist die beste Reisezeit für die Arktis?
Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und September. Juni und Juli bieten Mitternachtssonne und Packeis für Eisbären-Sichtungen auf Spitzbergen. August ist ideal für Grönland und die Nordwestpassage, da die Eisgrenze am weitesten nördlich liegt. September bringt erste Nordlichter, Herbstfarben in der Tundra und weniger Schiffe. Wir beraten Sie persönlich, welcher Monat zu Ihren Wünschen passt.
Kann ich in der Arktis Eisbären sehen?
Ja – und Spitzbergen ist einer der besten Orte weltweit dafür. Bei einer Umrundung Svalbards im Juni oder Juli ist die Wahrscheinlichkeit hoch, mehrere Eisbären zu sichten. Auch in der kanadischen Arktis und rund um Franz-Josef-Land werden sie regelmäßig gesehen. Garantien gibt es in der Wildnis nie, aber die Expeditionsleiter kennen die besten Gebiete und passen die Route flexibel an Sichtungen an.
Spitzbergen: Eisbären-Hotspot →Was kostet eine Arktis-Expedition?
Kürzere Spitzbergen-Routen (8–10 Tage) beginnen ab ca. 6.000 EUR pro Person. Premium-Expeditionen mit Hapag-Lloyd oder Ponant liegen bei 10.000 bis 20.000 EUR. Die Nordwestpassage ab ca. 15.000 EUR, der Nordpol mit Le Commandant Charcot ab ca. 30.000 EUR. Die meisten Expeditionen sind All-Inclusive: Zodiac-Ausflüge, Vorträge, Vollpension und häufig Getränke inklusive.
Persönliches Angebot anfragen →Wie kalt wird es in der Arktis im Sommer?
Im arktischen Sommer (Juni bis August) liegen die Temperaturen meist zwischen 0 und 10 Grad Celsius, bei Sonnenschein auch darüber. Wind und Feuchtigkeit machen es gefühlt kälter. Das Schiff ist beheizt und komfortabel – die Kälte spüren Sie nur bei Zodiac-Ausflügen und Anlandungen. Wir senden Ihnen vorab eine Packliste, die auf Ihre Route und Jahreszeit abgestimmt ist.
Welche Tiere kann man in der Arktis beobachten?
Die Arktis beheimatet Eisbären, Walrosse, Polarfüchse, Rentiere und Moschusochsen an Land. In den Gewässern leben Buckelwale, Orcas, Belugas und mit Glück die scheün Narwale. Die Vogelwelt ist ebenso beeindruckend: Papageitaucher auf Island und Spitzbergen, Eissturmvögel, Küstenseeschwalben und Kolibri-große Dickschnabellummen. Die Expeditionsleiter an Bord sind Biologen und helfen bei der Bestimmung.
Ihre Arktis-Expedition beginnt hier
Spitzbergen, Grönland oder Nordpol? Wir kennen die Routen, die Schiffe und die feinen Unterschiede. Erzählen Sie uns von Ihrer Traum-Expedition – unsere Travel Designer kuratieren den Rest.
✓ Gleicher Preis wie bei der Reederei · ✓ Persönliche Beratung inklusive · ✓ Zahlung direkt an die Reederei