Markteinschätzung · Aktualisiert März 2026

Was die Lage im Nahen Osten mit euren Reisepreisen macht

Kreuzfahrtschiff auf See - Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Reiserouten

Seit Ende 2023 hat sich die Welt veraendert -- nicht nur geopolitisch, sondern auch auf dem Reisemarkt. Der Nahostkonflikt, die Houthi-Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer und die daraus resultierenden Sperrungen und Umfahrungen betreffen nicht nur den internationalen Warentransport. Sie wirken sich direkt auf eure Flugpreise, Kreuzfahrtrouten und Reiseoptionen aus. Und zwar staerker, als die meisten vermuten.

Diese Seite ist keine politische Einordnung. Wir sind ein Reise-Atelier, kein Nachrichtenportal. Was wir euch hier geben, ist eine ehrliche, praxisnahe Einschaetzung aus der Perspektive von Travel Designern, die taeglich mit Reedereien, Airlines und Veranstaltern arbeiten. Wir sehen die Auswirkungen in Echtzeit: in den Preislisten, den Routenplanungen und den Gespraechen mit unseren Partnern.

Unser Anspruch: Keine Panikmache, keine Verhamlosung. Stattdessen konkrete Fakten, eine klare Bewertung nach Reiseregion und handfeste Empfehlungen, was ihr jetzt tun koennt, um eure Reise bestmoeglich zu planen und abzusichern. Wir aktualisieren diese Seite regelmaessig, sobald sich die Lage aendert.

Was ist passiert?

Um zu verstehen, warum eure Reisepreise gestiegen sind und bestimmte Routen nicht mehr wie gewohnt angeboten werden, muessen wir kurz auf die Zusammenhaenge schauen. Keine Sorge, wir halten es knapp und fokussieren uns auf das, was fuer eure Reiseplanung relevant ist.

Seit der Eskalation des Nahostkonflikts im Oktober 2023 sind mehrere Luftraeume in der Region eingeschraenkt oder werden von Airlines aktiv gemieden. Das betrifft vor allem den Luftraum ueber Israel, Teile des Iraks, des Irans und zeitweise auch Jordaniens. Airlines, die normalerweise auf dem Weg nach Suedostasien, zu den Malediven oder nach Ostafrika ueber diese Regionen geflogen sind, muessen Umwege fliegen. Diese Umwege bedeuten laengere Flugzeiten, mehr Kerosinverbrauch und damit hoehere Betriebskosten -- die letztlich bei euch als Reisenden ankommen.

Der zweite grosse Faktor sind die Angriffe der Huthi-Miliz auf die internationale Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Seit Anfang 2024 werden dort regelmaessig Frachtschiffe und auch zivile Schiffe beschossen. Die Folge: Die meisten Reedereien -- sowohl im Frachtbereich als auch im Kreuzfahrtsektor -- meiden das Rote Meer und den Suezkanal. Schiffe, die zwischen Europa und Asien verkehren, fahren stattdessen um das Kap der Guten Hoffnung an der Suedspitze Afrikas. Das bedeutet je nach Route fuenf bis zehn zusaetzliche Seetage, deutlich hoeheren Treibstoffverbrauch und komplett ueberarbeitete Fahrplaene.

Fuer Kreuzfahrten hat das massive Konsequenzen. Repositionierungsfahrten -- also die saisonalen Verlegungen von Schiffen zwischen verschiedenen Fahrtgebieten, zum Beispiel von der europaeischen Sommersaison in die asiatische Wintersaison -- sind teurer und laenger geworden. Einige Reedereien haben Routen durch das Rote Meer und den Persischen Golf komplett aus dem Programm genommen. Andere bieten sie zwar noch an, aber mit deutlich hoeheren Versicherungszuschlaegen und angepassten Routen.

Dazu kommt: Die Versicherungspraemien fuer Schiffe, die in der Region operieren, sind um ein Vielfaches gestiegen. Einige Versicherer verlangen Aufschlaege von mehreren hunderttausend Euro pro Durchfahrt. Diese Kosten werden natuerlich eingepreist -- in Frachtkosten, in Kreuzfahrtpreise, in Flugtickets. Das gesamte globale Transportsystem ist vernetzt, und Stoerungen an einer Stelle wirken sich ueberall aus.

Welche Regionen sind betroffen?

Die Auswirkungen sind je nach Reiseziel sehr unterschiedlich. Hier unsere aktuelle Einschaetzung fuer die wichtigsten Reiseregionen, basierend auf dem Stand März 2026 und den Informationen unserer Reederei- und Veranstalterpartner.

Naher Osten & Golfregion

EINGESCHRÄNKT

Betroffen: Dubai, Abu Dhabi, Oman, Jordanien und Aegypten (Rotes-Meer-Kueste). Kreuzfahrten durch den Persischen Golf werden von mehreren Reedereien nicht mehr oder nur eingeschraenkt angeboten. Fluege in die Region sind moeglich, aber Routenanpassungen fuehren zu laengeren Flugzeiten und hoeheren Preisen. Aegyptens Rotes-Meer-Resorts (Hurghada, Sharm el-Sheikh) sind auf dem Landweg erreichbar, aber die Kreuzfahrtverbindungen sind unterbrochen.

Unsere Empfehlung: Flugreisen nach Dubai und Abu Dhabi sind weiterhin moeglich und sicher. Kreuzfahrten in der Golfregion nur nach individueller Pruefung buchen. Unbedingt Flex-Option dazu nehmen. Alternativen pruefen: Luxuskreuzfahrten im westlichen Mittelmeer bieten vergleichbaren Komfort ohne Einschraenkungen.

Preis-Tendenz: ↑ Fluege +15-25% gegenueber Vorjahresniveau. Kreuzfahrten mit Golf-Routen deutlich teurer oder nicht verfuegbar.

Rotes Meer & Suezkanal

EINGESCHRÄNKT

Betroffen: Der Suezkanal ist fuer die meisten Kreuzfahrtschiffe aktuell keine Option. Die Durchfahrt durch das Rote Meer wird von nahezu allen grossen Reedereien vermieden. Das betrifft insbesondere Repositionierungsfahrten zwischen Europa und Asien, Kreuzfahrten mit Zielen am Roten Meer und Transitrouten Richtung Indischer Ozean. Auch Frachtschiffe meiden die Route, was sich indirekt auf Lieferketten und damit auf Preise allgemein auswirkt.

Unsere Empfehlung: Kreuzfahrten durch das Rote Meer aktuell nicht empfehlenswert. Repositionierungskreuzfahrten, die frueher durch den Suezkanal gingen, fahren jetzt um Afrika -- das kann spannend sein, ist aber deutlich laenger und teurer. Wer Aegypten erleben will, besser mit Fluganreise und Landprogramm.

Preis-Tendenz: ↑↑ Repositionierungskreuzfahrten Europa-Asien +30-50% teurer, deutlich laengere Reisedauer.

Fernreisen ueber betroffene Luftraeume

EINSCHRÄNKUNGEN MÖGLICH

Betroffen: Thailand, Sri Lanka, Malediven, Ostafrika (Kenia, Tansania, Sansibar) und Indien. Fluege zu diesen Zielen werden weiterhin durchgefuehrt, aber viele Airlines weichen ueber den Kaukasus, Zentralasien oder suedlich ueber Saudi-Arabien aus. Das fuehrt zu laengeren Flugzeiten (teilweise 1-3 Stunden mehr) und hoeheren Treibstoffkosten, die als Zuschlaege weitergegeben werden.

Unsere Empfehlung: Fernreisen in diese Regionen sind sicher und empfehlenswert. Die Ziele selbst sind nicht betroffen -- nur der Weg dorthin ist etwas laenger und teurer. Frueh buchen sichert den aktuellen Preis. Flex-Option empfehlenswert, aber nicht zwingend. Wer flexibel ist, kann guenstigere Flugverbindungen ueber alternative Hubs (Istanbul, Doha) pruefen.

Preis-Tendenz: ↑ Fluege +10-20% gegenueber Vorjahresniveau, je nach Airline und Route unterschiedlich stark.

Indischer Ozean

EINSCHRÄNKUNGEN MÖGLICH

Betroffen: Seychellen, Mauritius und Malediven als Kreuzfahrtziele. Die Inseln selbst sind absolut sicher und unberuehrt vom Konflikt. Was sich aendert: Kreuzfahrtschiffe, die frueher ueber den Suezkanal in den Indischen Ozean gefahren sind, nehmen jetzt den Weg um Afrika. Das macht diese Routen laenger und teurer. Flugverbindungen zu den Inseln funktionieren, sind aber wie bei allen Fernreisen preislich gestiegen.

Unsere Empfehlung: Als Flugziel uneingeschraenkt empfehlenswert. Kreuzfahrten im Indischen Ozean nach individueller Pruefung -- einige Reedereien wie Silversea und Ponant bieten weiterhin Programme an, teilweise mit angepassten Routen.

Preis-Tendenz: ↑ Kreuzfahrten +20-35%, Fluganreise +10-15%.

Östliches Mittelmeer

EINSCHRÄNKUNGEN MÖGLICH

Betroffen: Tuerkei, Griechenland (oestliche Inseln), Zypern. Die Reiseziele selbst sind sicher und werden regulaer angeflogen und angefahren. Kreuzfahrten im oestlichen Mittelmeer finden statt, einige Reedereien haben jedoch Anlaeufe in Israel gestrichen und Routen angepasst. Fluege in die Tuerkei dauern teilweise etwas laenger, da bestimmte Luftraeume umflogen werden.

Unsere Empfehlung: Griechenland und Tuerkei sind wunderschoene Reiseziele, die ihr bedenkenlos ansteuern koennt. Die Routenaenderungen bei Kreuzfahrten betreffen primaer den israelischen Teil, nicht die tuerkische oder griechische Aegaeis. Flex-Option ist hier eher als Vorsichtsmassnahme denn als Notwendigkeit zu sehen.

Preis-Tendenz: → Weitgehend stabil, leichte Aufschlaege bei Fluegen (+5-10%).

Westliches Mittelmeer

UNEINGESCHRÄNKT

Betroffen: Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Portugal, Marokko -- nichts davon ist vom Nahostkonflikt betroffen. Kreuzfahrten und Fluege finden ohne jede Einschraenkung statt. Das westliche Mittelmeer ist das beliebteste Kreuzfahrtrevier Europas und profitiert sogar davon, dass Gaeste von oestlichen Routen hierher wechseln.

Unsere Empfehlung: Uneingeschraenkt buchbar. Wer nach einer sicheren, wunderschoenen Kreuzfahrt sucht, ist hier goldrichtig. Von Mein Schiff bis Hapag-Lloyd bieten alle Reedereien umfangreiche Programme im westlichen Mittelmeer.

Preis-Tendenz: → Normal. Preise folgen der regulaeren Nachfrage, kein konfliktbedingter Aufschlag.

Karibik & Amerika

UNEINGESCHRÄNKT

Betroffen: Nicht betroffen. Die Karibik, Mittelamerika, Suedamerika und Nordamerika liegen komplett ausserhalb der betroffenen Regionen. Flugrouten nach Amerika fuehren ueber den Atlantik und haben keinen Bezug zu den Luftraumsperrungen im Nahen Osten. Kreuzfahrten in der Karibik sind ein komplett eigenstaendiges Revier.

Unsere Empfehlung: Die Karibik ist eine hervorragende Alternative fuer alle, die urspruenglich eine Kreuzfahrt im arabischen Raum geplant hatten. Aehnliches Klima, traumhafte Straende, exzellente Kreuzfahrtinfrastruktur.

Preis-Tendenz: → Normal, saisonuebliche Preise.

Nordeuropa & Fjorde

UNEINGESCHRÄNKT

Betroffen: Nicht betroffen. Norwegische Fjorde, Ostsee, Island, Britische Inseln -- all diese Reviere liegen weit entfernt von den betroffenen Regionen. Kreuzfahrten starten und enden in nordeuropaeischen Haefen (Hamburg, Kiel, Kopenhagen, Southampton) und beruehren keine Konfliktzonen. Auch die Fluganreise ist komplett unberuehrt.

Unsere Empfehlung: Uneingeschraenkt empfehlenswert. Besonders die Meerzeit-Kreuzfahrten in den norwegischen Fjorden und der Ostsee gehoeren zu den schoensten Reisen, die wir vermitteln.

Preis-Tendenz: → Normal, teilweise sogar guenstigere Fruehbucher-Angebote als im Vorjahr.

Antarktis & Arktis

UNEINGESCHRÄNKT

Betroffen: Nicht betroffen. Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis und Arktis operieren in voellig anderen Gewaessern. Die Antarktis wird von Suedamerika (Ushuaia) aus angesteuert, die Arktis von Nordeuropa oder Kanada. Kein Beruehrungspunkt mit dem Nahostkonflikt. Fluganreise zur Antarktis ueber Buenos Aires oder Santiago ebenfalls komplett unberuehrt.

Unsere Empfehlung: Wer eine Expeditionskreuzfahrt plant, kann das ohne jede Einschraenkung tun. Die Polarregionen bieten Erlebnisse, die von der Weltlage voellig unabhaengig sind. Frueh buchen lohnt sich hier besonders, da die Kapazitaeten begrenzt sind.

Preis-Tendenz: → Normal, Preise steigen allerdings durch hohe Nachfrage natuerlich -- das hat aber nichts mit dem Nahostkonflikt zu tun.

Was bedeutet das für Kreuzfahrten?

Kreuzfahrten sind von der Situation im Nahen Osten auf mehreren Ebenen betroffen, aber die Auswirkungen sind je nach Reederei, Route und Fahrtgebiet sehr unterschiedlich. Hier eine differenzierte Einordnung.

Routenaenderungen und gestrichen Haefen: Die offensichtlichste Auswirkung betrifft Routen, die durch das Rote Meer oder den Persischen Golf fuehren. Nahezu alle grossen Reedereien haben Durchfahrten durch das Rote Meer bis auf Weiteres ausgesetzt. Das bedeutet: Kreuzfahrten mit Zielen wie Aqaba (Jordanien), Jeddah (Saudi-Arabien) oder den Haefen am Roten Meer fallen weg oder werden massiv umgeplant. Ebenso sind Transitfahrten durch den Suezkanal -- frueher ein Klassiker bei Repositionierungskreuzfahrten -- aktuell nicht moeglich.

Repositionierungskreuzfahrten: Besonders betroffen sind die saisonalen Verlegungsfahrten zwischen Europa und Asien. Frueher fuhren Schiffe durch den Suezkanal, was eine Reise von etwa 14-18 Tagen ermoeglichte. Heute geht die Route um das Kap der Guten Hoffnung, was die Reisedauer auf 25-35 Tage verlaengert. Das bedeutet mehr Seetage, hoehere Treibstoffkosten und weniger Haefen in der Zielregion. Einige Reedereien haben diese Fahrten komplett gestrichen, andere bieten sie als erweiterte Weltreise-Segmente an -- zu entsprechend hoeheren Preisen.

Welche Reedereien sind wie betroffen? Hapag-Lloyd Cruises hat Routen im arabischen Raum angepasst und setzt verstaerkt auf das Mittelmeer, Nordeuropa und die Polarregionen. Die EUROPA 2 und die EUROPA sind in nicht betroffenen Gewaessern unterwegs. Silversea bietet weiterhin Programme im Indischen Ozean an, hat aber Transitrouten durch das Rote Meer gestrichen. Ponant hat einige Expeditionsrouten im arabischen Raum ausgesetzt und dafuer neue Programme in Suedamerika und der Antarktis aufgelegt. Mein Schiff und AIDA operieren primaer im Mittelmeer, in Nordeuropa und der Karibik -- alles Gebiete, die komplett unberuehrt sind. MSC hat einzelne oestliche Mittelmeerrouten angepasst (Israel-Anlaeufe gestrichen), bietet aber weiterhin umfangreiche Programme an.

Mittelmeerkreuzfahrten: Das westliche Mittelmeer (Spanien, Italien, Frankreich, Kroatien) ist voellig unberuehrt. Im oestlichen Mittelmeer (Griechenland, Tuerkei) gibt es minimale Anpassungen, hauptsaechlich den Wegfall einzelner israelischer Haefen. Die Routen selbst sind sicher und werden regulaer befahren. Wer eine Mittelmeerkreuzfahrt plant, kann das unbesorgt tun -- besonders im westlichen Teil gibt es keinerlei Einschraenkungen.

Expeditionskreuzfahrten: Die gute Nachricht fuer alle Abenteurer: Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis, die Arktis, nach Spitzbergen, Groenland oder entlang der norwegischen Kueste sind zu hundert Prozent unberuehrt vom Nahostkonflikt. Diese Routen liegen geographisch so weit entfernt, dass es keinen Beruehrungspunkt gibt. Die Nachfrage nach Polarexpeditionen ist sogar gestiegen -- teilweise, weil Gaeste von anderen Regionen hierher umbuchen. Wenn euch Expeditionen interessieren, schaut euch unsere Expeditionskreuzfahrten-Seite an.

Die Flex-Option: Risikofrei buchen

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit ist die Flex-Option das wichtigste Werkzeug fuer alle, die ihre Reise absichern wollen, ohne auf das Reisen zu verzichten. Wir empfehlen sie aktuell bei jeder Buchung, die direkt oder indirekt von der Nahost-Situation betroffen sein koennte.

Was ist die Flex-Option? Die Flex-Option ist eine Zusatzvereinbarung, die es euch ermoeglicht, eure Reise bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Abreise kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen. Sie funktioniert im Grunde wie eine Versicherung gegen Unsicherheit -- allerdings deutlich guenstiger und unkomplizierter als eine klassische Reiseruecktrittsversicherung.

Was kostet die Flex-Option? Ab 79 Euro pro Buchung. Nicht pro Person, sondern pro Buchung -- das macht sie gerade fuer Paare und Familien sehr erschwinglich. Die genauen Kosten variieren je nach Veranstalter, Reisepreis und Reisedauer. Bei hochwertigen Kreuzfahrten kann der Betrag hoeher liegen, steht aber immer in einem vernuenftigen Verhaeltnis zum Reisepreis. Wir sagen euch im Design-Call genau, was die Flex-Option fuer eure konkrete Reise kostet.

Was deckt die Flex-Option ab? In der Regel ermoeglicht sie kostenfreie Stornierung bis 14 Tage vor Abreise, manchmal auch bis 7 Tage. Bei einigen Veranstaltern koennt ihr statt zu stornieren auch umbuchen -- auf ein anderes Reiseziel, ein anderes Schiff oder einen anderen Termin. Die genauen Konditionen haengen vom jeweiligen Veranstalter ab, aber das Grundprinzip ist bei allen aehnlich: Ihr sichert euch heute den Preis und die Verfuegbarkeit, behaltet aber die Flexibilitaet, bei veraenderter Lage ohne Kosten zurueckzutreten.

Wann ist die Flex-Option besonders empfehlenswert? Bei jeder Reise in den Nahen Osten oder die Golfregion, bei Fernreisen, deren Flugrouten ueber betroffene Luftraeume fuehren, bei Kreuzfahrten im oestlichen Mittelmeer und bei Repositionierungskreuzfahrten. Auch wenn eure Reise in einer unbetroffenen Region liegt, kann die Flex-Option sinnvoll sein, wenn ihr euch einfach das gute Gefuehl der Absicherung wuenscht.

Unsere klare Empfehlung: Fuer jede Reise in oder ueber betroffene Regionen die Flex-Option immer dazubuchen. Die 79 Euro (oder etwas mehr bei hochwertigeren Reisen) sind die beste Investition in eure Planungssicherheit. Ihr koennt frueh buchen, euch die besten Kabinen und Preise sichern und behaltet trotzdem die volle Flexibilitaet. Sprecht uns im Reisedesign darauf an -- wir beraten euch individuell.

Unsere Buchungsempfehlung

Die Frage, die uns am haeufigsten gestellt wird: Soll ich jetzt buchen oder lieber abwarten, bis sich die Lage beruhigt? Die ehrliche Antwort aus ueber 15 Jahren Beratungserfahrung: Abwarten wird in der Regel teurer.

Warum Abwarten mehr kostet als Handeln: Die Preistreiber, die wir aktuell sehen -- hoehere Treibstoffkosten, Versicherungszuschlaege, Routenumstellungen, gestiegene Flugsicherungsgebuehren -- werden nicht ueber Nacht verschwinden. Selbst wenn sich die politische Lage morgen entspannen wuerde (was wir alle hoffen), dauert es Monate, bis Airlines ihre Routen zurueckstellen, Reedereien ihre Fahrplaene anpassen und Versicherer ihre Praemien senken. Die Preise, die ihr heute seht, sind die Preise von heute -- und sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sinken.

Dazu kommt der Kapazitaetseffekt: Weil bestimmte Routen weggefallen sind, konzentriert sich die Nachfrage auf die verbleibenden Angebote. Das westliche Mittelmeer, die Karibik und Nordeuropa sind staerker nachgefragt als in den Vorjahren, weil Gaeste dorthin ausweichen. Mehr Nachfrage bei gleichem Angebot bedeutet hoehere Preise und fruehere Ausverkaufe.

Unsere konkreten Empfehlungen nach Reisetyp:

Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer oder Nordeuropa: Jetzt buchen. Kein Risiko durch den Nahostkonflikt, aber die Nachfrage ist hoch. Fruehbucher sichern sich die besten Kabinen und Preise. Flex-Option optional, aber nicht zwingend noetig.

Kreuzfahrt im oestlichen Mittelmeer: Jetzt buchen mit Flex-Option. Die Routen sind sicher, einzelne Haefen koennen sich aendern, aber die Reise an sich ist nicht gefaehrdet. Die Flex-Option gibt euch die Sicherheit, bei Verschlechterung kostenlos umbuchen zu koennen.

Fernreise nach Suedostasien oder an den Indischen Ozean: Jetzt buchen mit Flex-Option. Die Reiseziele sind wunderschoen und sicher. Die laengeren Flugzeiten und hoeheren Preise sind aergerlich, aber kein Grund, auf die Reise zu verzichten. Wer wartet, zahlt spaeter mehr.

Kreuzfahrt im Persischen Golf oder am Roten Meer: Aktuell nur nach individueller Beratung. Hier ist die Flex-Option Pflicht. Wir empfehlen, alternative Ziele zu pruefen und die urspruengliche Wunschreise auf einen spaeteren Zeitpunkt zu verschieben, wenn sich die Lage beruhigt hat.

Expeditionskreuzfahrt in die Polarregionen: Jetzt buchen. Kein Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt. Die Kapazitaeten sind begrenzt, die Nachfrage hoch. Hier gilt: Wer zu lange wartet, findet die gewuenschte Reise nicht mehr.

Alternative Reiseziele: Fuer alle, die urspruenglich in den Nahen Osten wollten, gibt es grossartige Alternativen. Statt Dubai-Kreuzfahrt eine Mittelmeerkreuzfahrt mit aehnlichem Luxusniveau. Statt Malediven per Kreuzfahrt die Malediven per Flug -- oder die Seychellen als naehere Alternative. Statt Rotes Meer die Kanaren oder die Karibik. Wir helfen euch im Design-Call, die perfekte Alternative zu finden, die euren Vorstellungen entspricht.

Häufige Fragen

Ist meine gebuchte Reise vom Nahostkonflikt betroffen?

Das haengt von der Region ab. Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer, in der Karibik, in Nordeuropa und in der Antarktis bzw. Arktis sind nicht betroffen. Reisen in den Nahen Osten, ueber betroffene Luftraeume oder durch das Rote Meer koennen Routenaenderungen oder Preisaufschlaege haben. Wenn ihr euch unsicher seid, kontaktiert uns einfach -- wir pruefen eure konkrete Buchung und geben euch eine ehrliche Einschaetzung. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Kann ich meine Reise kostenlos stornieren?

Das haengt von euren Buchungsbedingungen ab. Mit der Flex-Option koennt ihr bis 14 Tage vor Abreise kostenfrei stornieren oder umbuchen. Ohne Flex-Option gelten die regulaeren Stornobedingungen des jeweiligen Veranstalters -- das sind in der Regel gestaffelte Gebuehren, die mit naeherrueckendem Abreisetermin steigen. Bei offiziellen Reisewarnungen des Auswaertigen Amts fuer euer Reiseziel greifen in der Regel besondere Regelungen, die eine kostenfreie Stornierung ermoeglichen. Wichtig: Dass die allgemeine Lage im Nahen Osten angespannt ist, reicht allein nicht fuer eine kostenfreie Stornierung -- es muss eine konkrete Reisewarnung fuer euer Zielgebiet vorliegen.

Sind Flüge in die Türkei sicher?

Ja, Fluege in die Tuerkei sind grundsaetzlich sicher und werden regulaer durchgefuehrt. Die Flugrouten wurden von den Airlines angepasst und umgehen die betroffenen Luftraeume. Allerdings koennen Fluege dadurch etwas laenger dauern -- je nach Abflugort und Airline etwa 30 bis 90 Minuten mehr. Die Treibstoffzuschlaege sind entsprechend gestiegen, was sich in den Ticketpreisen bemerkbar macht. Die Tuerkei selbst ist ein sicheres Reiseziel, und auch das Auswaertige Amt hat keine Reisewarnung fuer touristische Regionen wie die Aegaeis, Antalya oder Istanbul ausgesprochen.

Was passiert, wenn sich die Lage verschlechtert?

Sollte sich die Situation weiter zuspitzen, werden Airlines und Reedereien ihre Routen und Programme weiter anpassen. In der Vergangenheit haben die Anbieter in solchen Situationen verantwortungsvoll reagiert und Gaesten kostenfreie Umbuchungen oder Stornierungen angeboten, wenn konkrete Routen betroffen waren. Mit der Flex-Option seid ihr auf der sicheren Seite, denn ihr koennt unabhaengig von der Reaktion des Veranstalters stornieren. Wir beobachten die Lage taeglich und informieren unsere Gaeste proaktiv, wenn sich etwas Relevantes aendert. Ihr muesst die Nachrichten nicht selbst durchforsten -- dafuer sind wir da.

Steigen die Reisepreise noch weiter?

Solange die Flugrouten ueber den Nahen Osten umgangen werden und das Rote Meer fuer Kreuzfahrtschiffe eingeschraenkt bleibt, sind Preisrueckgaenge nicht zu erwarten. Die Kostentreiber -- Treibstoff, Versicherung, laengere Routen -- bestehen fort und werden an die Reisenden weitergegeben. Dazu kommt die steigende Nachfrage in den nicht betroffenen Regionen, die dort die Preise zusaetzlich treibt. Unsere Einschaetzung: Frueher buchen ist guenstiger als spaeter buchen. Die Preise vom Vorjahr kommen nicht zurueck, und die naechste Saison wird voraussichtlich nochmals teurer. Wer heute bucht, sichert sich den aktuellen Stand.

Welche Kreuzfahrten sind nicht vom Nahostkonflikt betroffen?

Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer (Spanien, Italien, Frankreich, Kroatien), in der Karibik, in Nordeuropa (norwegische Fjorde, Ostsee, Island, Britische Inseln), Transatlantikkreuzfahrten sowie Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis und Arktis sind vollstaendig unberuehrt. Auch Flusskreuzfahrten in Europa sind nicht betroffen. Diese Reviere machen den Grossteil des Kreuzfahrtangebots aus -- es gibt also weiterhin eine riesige Auswahl an wunderbaren Routen, die keinerlei Einschraenkungen unterliegen. Lasst euch von uns die besten Optionen zeigen.

Letzte Aktualisierung: 11. März 2026

Diese Seite wird regelmaessig aktualisiert, sobald sich die Lage aendert oder neue Informationen vorliegen.

Unsicher, ob eure Reise betroffen ist?

Wir sagen es euch ehrlich – ohne Panikmache und ohne Verharmlosung. Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr.

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